Eine Kultur der Gleichwertigkeit

Der Runde Tisch setzt sich für eine Stadtgesellschaft ein, in der Gleichwertigkeit, wie sie im Grundgesetz und der EU-Grundrechtecharta verankert ist, gelebt wird. Ziel ist es, die Erfahrungen von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus in Heidelberg sichtbar zu machen und auf dieser Grundlage Empfehlungen für eine diskriminierungskritische Stadtentwicklung zu formulieren.

 

Austausch, Sichtbarkeit und Handlungs­empfehlungen

Der Runde Tisch

  • benennt konkrete Herausforderungen und Diskriminierungserfahrungen
  • entwickelt Empfehlungen für Stadtverwaltung und Kommunalpolitik
  • fördert Kooperationen zwischen Initiativen, Politik und Verwaltung
  • stärkt das Bewusstsein für rassismuskritische Perspektiven
  • unterstützt die Umsetzung des ECCAR 10-Punkte-Aktionsplans

 

Zusammensetzung und Organisation

Der Runde Tisch besteht aus

  • Vereinen, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Religionsgemeinschaften
  • Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis
  • Vertretungen des Migrationsbeirats und des Gemeinderats

 

Bürgermeisterin Stefanie Jansen führt den Vorsitz. Die Geschäftsführung liegt beim Amt für Chancengleichheit, unterstützt vom Migrationsbeirat und dem Interkulturellen Zentrum. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, treffen sich zwei- bis dreimal jährlich und organisieren sich bei Bedarf in Arbeitsgruppen. Einmal pro Jahr wird im Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit sowie im Migrationsbeirat Bericht erstattet.

Externe Prozessbegleitung

Der gesamte Prozess wird von der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) unterstützt. Über das EU-Projekt ACTION stellt ECCAR eine Prozessbegleitung durch den UNESCO-Lehrstuhl für Menschenrechte an der Universität Graz bereit.

Thematische Arbeitsgruppen

Der Fokus dieser Arbeitsgruppen ergibt sich aus den bereits behandelten und geplanten Themen am Runden Tisch gegen Rassismus, aus den Bedarfen der Mitglieder sowie den Beteiligungsprozessen (Community- und Imagination Lab). Die Arbeitsgruppen dienen dazu, dass Mitglieder mit Expertise in den jeweiligen Feldern zusammenkommen, um gezielt und strategisch an strukturellen Veränderungen zu arbeiten, beispielsweise an der Entwicklung von Leitlinien. Die Arbeitsgruppen arbeiten bedarfsorientiert und treffen sich 2-3x im Jahr. Je nach Arbeitsstand berichten sie bei den Sitzungen des Runden Tischs.

Außerdem werden durch die Arbeitsgruppen gemeinsame Projekte umgesetzt.

Bisher wurden folgende Arbeitsgruppen eingerichtet:

AG Bildung

  • Rassistische, antisemitische und antiziganistische Diskriminierung an Schulen und im Bildungsbereich
  • Fokus auf Lehrer*innen und pädagogische Fachkräfte

 

AG Kultur

  • Communitybasierte, rassismuskritische Kulturarbeit stärken
  • Mehr Sichtbarkeit und Vernetzung von rassismuskritischer Kulturarbeit

 

AG Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt (anvisiert):

  • Behörden und Arbeitsmarktinstitutionen rassismuskritisch sensibilisieren
  • Strukturelle Barrieren bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zugewanderten abbauen